Wandsägen für rechteckige Öffnungen
Die auf Schienen geführte Wandsäge schneidet mit Blattdurchmessern von 800 bis 1.600 mm Tiefen bis etwa 700 mm in einem Durchgang. Die Öffnung entsteht mit geraden, maßhaltigen Kanten ohne Bruchzonen. Grenze ist die Zugänglichkeit für die Schienenmontage und der Platzbedarf für den Blattüberstand an Ecken.
Eckbohrungen und Segmentierung
Vor dem Sägen setzen wir Kernbohrungen in die Ecken, damit das Blatt vollständig durchtrennt und keine Restecken stehen bleiben. Große Öffnungen teilen wir in Segmente, die einzeln gesichert, ausgehoben und abgesetzt werden. Die Segmentgröße richtet sich nach Transportweg und Hebezeug im Gebäude.
Deckensägen und Deckenöffnungen
Deckenöffnungen werden mit Fugen- oder Wandsägen von oben geschnitten, die Segmente von unten abgestützt und dann abgelassen. Bei Ortbetondecken ist die Bewehrungsrichtung entscheidend, weil durchtrennte Hauptbewehrung eine Auswechslung erfordert. Ohne Freigabe der Restquerschnitte wird nicht geschnitten.
Handsäge und Seilsäge für Sonderfälle
Wo die Wandsäge nicht ansetzen kann, arbeiten wir mit Ring- und Handsägen bei Schnitttiefen bis etwa 270 mm oder mit der Seilsäge bei großen Dicken. Beide Verfahren sind langsamer, erreichen aber enge Räume und einseitig zugängliche Bauteile. Der Wasserhaushalt muss dabei besonders sorgfältig gefasst werden.
Auswechslung und Ertüchtigung
Nach dem Schnitt bauen wir Stahlrahmen, Unterzüge oder Konsolen ein, wenn die Öffnung die Lastabtragung ändert. Anschlüsse erfolgen über Verbundanker in gebohrte Löcher mit definierter Randabstandsprüfung. Die Ausführung folgt der statischen Vorgabe.