Walzenfräsen
Rotierende Walzen mit Hartmetall- oder Stahlmeißeln schlagen Material schichtweise ab, typische Abträge liegen je Durchgang zwischen 2 und 15 mm, insgesamt bis etwa 60 mm. Das Verfahren ist leistungsstark auf großen Flächen. Es hinterlässt eine gerillte Oberfläche und ist für sehr dünne Abträge zu grob.
Diamantschleifen und Feinabtrag
Schleifteller mit Diamantsegmenten nehmen Kleber, Farbe und dünne Beschichtungen ab und glätten gefräste Flächen nach. Der Abtrag liegt im Bereich von Zehnteln Millimetern bis wenigen Millimetern. Für dicke, elastische Beschichtungen ist das Schleifen ungeeignet, weil die Segmente zusetzen.
Kugelstrahlen
Stahlkugeln werden im geschlossenen Kreislauf auf die Fläche geschleudert und erzeugen ein gleichmäßiges Rauprofil, praktisch staubfrei durch integrierte Filterung. Das Verfahren eignet sich für Parkdecks und Hallenböden vor Abdichtung. Tiefe Abträge oder Höhenkorrekturen sind damit nicht möglich.
Handfräsen und Randbearbeitung
An Wandanschlüssen, Stützen und Einbauteilen arbeiten wir mit handgeführten Fräsen und Betonschleifern, jeweils mit Absaugung. Damit bleibt kein unbearbeiteter Randstreifen zurück, der später die Haftung stört. Der Arbeitsfortschritt ist deutlich geringer als in der Fläche.
Prüfung von Haftzugfestigkeit und Restdicke
Nach dem Abtrag prüfen wir die Fläche auf Rautiefe, Restdicke und, wenn gefordert, Haftzugfestigkeit. Das belegt, dass der Untergrund die Anforderungen der geplanten Beschichtung erfüllt. Schadhafte Zonen werden nachgearbeitet oder gemeldet.