Entsorgung und Verwertung
Der beim Schneiden anfallende Schlamm wird abgesaugt, in Behältern entwässert und der Feststoff nach LAGA-Einstufung mit Entsorgungsnachweis entsorgt. Ausgebaute Plattenfelder werden gebrochen und als RC-Baustoff verwertet, die Bewehrung als Schrott. Bei Asphaltschnitten wird das Fräs- und Schnittgut getrennt erfasst, weil teerhaltiges Material nicht in den Betonkreislauf gehört.
Ablauf
Bei Scheinfugen ist das Zeitfenster kurz, deshalb koordinieren wir den Schnitttermin direkt mit dem Betonierablauf, auch nachts und am Wochenende. Bei Trennschnitten in bestehenden Platten klären wir vorher Plattendicke, Bewehrungslage, Leitungen im Boden und die Ableitung des Schnittwassers.
Sicherheit und Nachbarschaft
Fugenschneider arbeiten bodennah und im Verkehrsbereich, deshalb sichern wir Arbeitsstellen mit Absperrung, Beschilderung und Warnkleidung nach den DGUV-Vorgaben. Nassschnitt bindet den Staub, das Wasser wird gefasst, damit keine Rutschgefahr und kein Eintrag in Kanäle entsteht. Bei Schnitten in unbekannten Böden orten wir Leitungen vorher, Gehörschutz ist wegen der Schnittgeräusche verbindlich.
Abgrenzung
Fugenschneiden trennt flache Bauteile auf Linie, während Wand- und Seilsägen aufgehende und dicke Bauteile schneiden. Der eigentliche Ausbau der getrennten Felder gehört zum Bodenplatten-Rückbau. Flächigen Abtrag ohne Trennung leisten Fräsen und Schleifen. Alle Arbeiten laufen ohne Sprengarbeiten.