Entsorgung und Verwertung
Beton, Bewehrungsstahl und mineralische Anhaftungen werden sortenrein getrennt. Der Beton wird vor Ort oder im Werk gebrochen und nach LAGA-Einstufung sowie Ersatzbaustoffverordnung als RC-Baustoff wieder eingebaut. Bewehrungsstahl geht als Schrott in die Verwertung, belastete Anteile wie ölgetränkter Maschinenbeton werden getrennt beprobt und mit Entsorgungsnachweis abgefahren.
Ablauf
Vor dem ersten Schnitt klären wir die Einbindetiefe, alte Leitungen und den Grundwasserstand, weil Fundamente häufig tiefer und stärker bewehrt sind als in den Bestandsplänen dargestellt. Steht das Fundament unter oder neben einer tragenden Konstruktion, gibt ein Statiker die Reihenfolge und die verbleibenden Restquerschnitte frei.
Sicherheit und Nachbarschaft
Vor Beginn prüfen wir den Bestand auf Schadstoffe, unter anderem auf alte Bitumenabdichtungen, Teeranstriche und Asbestzementplatten nach TRGS 519. Beim Aufbrechen binden wir Staub mit Wassernebel, Schnittwasser wird gefasst und über Absetzbehälter geführt. Erschütterungen messen wir nach DIN 4150-3 an den nächstliegenden Bauteilen, die Baugrube wird nach DGUV-Regeln abgeböscht und gesichert.
Abgrenzung
Der Fundamentrückbau betrifft die lastabtragenden Bauteile unter Geländeoberkante, während wir bei Öffnungen in aufgehenden Bauteilen mit Wand- und Deckensägen arbeiten. Soll nur eine Oberfläche abgetragen werden, ist das Betonfräsen das richtige Verfahren. Wir arbeiten in allen Fällen ohne Sprengarbeiten, ausschließlich mechanisch und hydraulisch.