Segmentweiser Rückbau mit Seilsäge und Kran
Der Überbau wird in Längs- und Querschnitten in Segmente von wenigen Tonnen bis über 40 t geteilt und mit Mobil- oder Raupenkran abgehoben. Vor jedem Schnitt werden Schwerpunkt, Anschlagpunkte und Lastwechsel berechnet. Das Verfahren ist erschütterungsfrei, benötigt aber Kranstellflächen und ausreichende Sperrzeiten.
Longfront-Abbruch von Widerlagern
Widerlager, Flügelwände und Pfeiler brechen wir mit Longfront-Baggern und Hydraulikhammer oder Pulverisierer ab, sobald keine Verkehrslast mehr darunter liegt. Die große Reichweite hält die Maschine außerhalb des Sturzbereichs. Grenze sind Bauwerke direkt an Gleisen oder Leitungen, dort ersetzen Sägeschnitte den Hammer.
Entspannen von Spannbetonüberbauten
Bei Spannbeton legen wir die Schnittfolge so fest, dass die Vorspannung abschnittsweise und kontrolliert abgebaut wird. Spannglieder werden geortet, Segmente vor dem Trennen an Kran oder Traggerüst gehängt. Ohne Kenntnis des Spanngliedverlaufs wird kein Querschnitt getrennt.
Schutzgerüste und Schutzabdeckungen
Über Verkehrswegen, Gewässern und Gleisen arbeiten wir auf Schutzgerüsten mit dichter Abdeckung, damit kein Bruchstück und kein Schnittwasser nach unten fällt. Die Konstruktion wird statisch nachgewiesen und vor Nutzung abgenommen. Sie bestimmt maßgeblich den Zeitbedarf der Sperrpause.
Rückbau von Kappen und Abdichtung
Kappen, Geländersockel und Abdichtung nehmen wir vor dem Hauptrückbau mit Fräse, Stemmhammer und Fugenschnitt ab. Damit werden belastete Schichten getrennt erfasst, bevor der Beton gebrochen wird. So bleibt der Konstruktionsbeton verwertbar.