B&B GmbH Beton-Rückbau
Luftbild vom Silo-Abbruch mit Longfront-Bagger

Rückbau von Stahlbeton-Silos, Bunkern und Schutzbauten in NRW

Wir bauen Hochsilos, Bunker, Trafostationen und Schutzbauten aus hoch bewehrtem Stahlbeton kontrolliert und sprengungsfrei zurück. Sie erhalten ein planbares Rückbaukonzept mit gesicherter Standsicherheit in jeder Stufe und sortenreiner Verwertung.

Die B&B GmbH baut Silos, Bunker und Schutzbauten aus Stahlbeton in NRW ohne Sprengarbeiten zurück. Bei Wandstärken von teils über einem Meter und sehr hohem Bewehrungsgrad arbeiten wir mit Seilsägen, Longfront-Baggern, Pulverisierern und hydraulischem Spalten. Jede Rückbaustufe wird statisch bewertet, das Material trennen wir sortenrein für die Verwertung.

Typische Einsätze

  • Zement- und Getreidesilos in Hochbauweise
  • Luftschutzbunker und Hochbunker aus dem Bestand
  • Trafostationen und Schaltgebäude mit massiven Wänden
  • Klärbecken, Faultürme und Löschwasserbehälter
  • Kohlebunker und Bunkertaschen in Kraftwerken

Technik im Einsatz

  • Longfront-Bagger bis 50 t mit Pulverisierer und Zange
  • Seilsägeanlagen für Wandstärken über 1 m
  • Hydraulische Spaltzylinder mit Bohrlochreihen
  • Kernbohrgeräte bis 1.200 mm für Durchführungen
  • Mobilkran für Segmententnahme aus Höhe
  • Magnetabscheider und mobiler Brecher für Bewehrungstrennung
Rückbau eines Silofundaments am Feldrand
Rückbau Stahlbeton-Silos, Bunker & Schutzbauten – Arbeitsweise der B&B GmbH

Verfahren

Ringweiser Rückbau von Hochsilos

Silozellen werden von oben ringweise abgetragen, entweder mit Longfront-Bagger von außen oder mit Sägeschnitten und Segmententnahme per Kran. Entscheidend ist, dass die Zelle als Röhre standsicher bleibt und nicht einseitig geschwächt wird. Fehlt die Reichweite, wird eine Arbeitsebene aus Traggerüst oder verdichtetem Schüttmaterial angelegt.

Seilsägen bei Wandstärken über einem Meter

Bunkerwände und Bunkerdecken mit hoher Bewehrung werden mit Diamantseil in Segmente getrennt, weil Hammer und Zange dort unwirtschaftlich sind. Die Segmente werden vor dem letzten Schnitt angehängt und mit Kran abgesetzt. Voraussetzung sind Seildurchführungen über Kernbohrungen und ausreichende Kranstellflächen.

Pulverisierer und Hochreichbagger

Bei freistehenden Bauwerken ohne enge Nachbarschaft zerlegen Longfront-Bagger mit Pulverisierer den Beton und trennen die Bewehrung im gleichen Arbeitsgang. Die Reichweite hält die Maschine außerhalb des Sturzbereichs. Grenze ist die Wandstärke, weil die Maulöffnung des Werkzeugs den Querschnitt aufnehmen muss.

Hydraulisches Spalten massiver Sohlen

Bunkersohlen und Fundamentplatten von mehreren Metern Dicke spalten wir hydraulisch über Bohrlochreihen, wenn Erschütterungen begrenzt werden müssen. Das Verfahren arbeitet ohne Schlag und lässt sich abschnittsweise steuern. Bei sehr dichter Bewehrung werden ergänzende Sägeschnitte gesetzt.

Standsicherheit und Verfüllung

Bei Bunkern unter Geländeoberkante bleibt oft nur der Rückbau bis unter Niveau, gefolgt von einer Verfüllung. Wir prüfen Auftrieb, Erddruck und Hohlraumsicherung und verfüllen lagenweise mit gebrochenem Material. Die Restkonstruktion wird nur mit statischer Freigabe stehen gelassen.

Entsorgung und Verwertung

Der sehr hohe Bewehrungsanteil macht die Trennung zum Kernpunkt: Pulverisierer und Magnetabscheider lösen den Stahl, der als Schrott verwertet wird. Der Beton wird gebrochen und nach LAGA und Ersatzbaustoffverordnung als RC-Baustoff eingesetzt, häufig direkt zur Verfüllung des Bauwerks. Restinhalte aus Silos und Bunkern, etwa Stäube, Öle oder Anstriche, werden getrennt erfasst und mit Entsorgungsnachweis entsorgt.

Ablauf

Bei diesen Bauwerken sind Bestandsunterlagen oft unvollständig, deshalb beginnen wir mit Sondierbohrungen zur Bestimmung von Wandstärke, Bewehrungsgrad und Betongüte. Silozellen und Bunker werden zuvor auf Restinhalte, Stäube und Gase geprüft, bei Bunkern zusätzlich auf Altlasten und Kampfmittelverdachtsflächen über die zuständige Stelle.

Sicherheit und Nachbarschaft

Arbeiten in Höhe und in engen Zellen verlangen Absturzsicherung, Rettungskonzept und Befahrerlaubnis für enge Räume nach den DGUV-Regeln, einschließlich Messung von Sauerstoff und Gasen. Wir richten Sturzbereiche ein, sperren weiträumig ab und binden Staub mit Nebelkanonen und Wasserlanzen. Erschütterungen messen wir nach DIN 4150-3, vorab prüfen wir auf Asbest nach TRGS 519 und auf alte Mineralwolle nach TRGS 521.

Abgrenzung

Silos und Bunker unterscheiden sich von Hochbauten durch Wandstärke und Bewehrungsgrad, deshalb dominieren Seilsäge und Pulverisierer statt Hammer. Brückenbauwerke werden dagegen von Verkehrslasten und Sperrpausen bestimmt. Die Fundamentplatten unter diesen Bauwerken behandeln wir als eigenen Fundamentrückbau. Gearbeitet wird durchgehend ohne Sprengung.

Passt dazu

Seilsägen & Wandsägen

Wir trennen Stahlbeton mit Diamantseil und Wandsäge auch bei Dicken über einen Meter, ohne Begrenzung durch die Blattgröße. Sie erhalten erschütterungsfreie Schnitte, transportfähige Segmente und exakte Trennflächen an bleibenden Bauteilen.

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Brücken- & Ingenieurbau-Rückbau

Wir bauen Betonbrücken, Überführungen, Stützwände und Widerlager in kurzen Sperrpausen zurück, mit Seilsägen und Longfront-Baggern. Sie erhalten eine planbare Schnittfolge, gesicherte Verkehrswege und eine sortenreine Verwertung der Bauteile.

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Fundament- & Bodenplatten-Rückbau

Wir bauen Stahlbetonfundamente, Maschinenfundamente und Bodenplatten erschütterungsarm zurück und trennen das Material direkt vor Ort. Sie erhalten eine lastfreie, verfüllfähige Fläche und einen dokumentierten Entsorgungsweg für jede Fraktion.

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Fragen zu Rückbau Stahlbeton-Silos, Bunker & Schutzbauten

Lässt sich ein Hochsilo ohne Sprengarbeiten abbrechen?

Ja, das ist heute der übliche Weg. Silozellen werden ringweise von oben abgetragen oder mit Sägeschnitten in Segmente geteilt und abgehoben. Der Rückbau dauert länger, vermeidet aber Erschütterungen, Streuflug und weiträumige Räumungen. Für Standorte mit Nachbarschaft und laufender Produktion ist er meist die einzige praktikable Lösung.

Wie hoch ist der Bewehrungsgrad in Bunkerbauwerken?

Schutzbauten wurden bewusst mit hohen Stahlanteilen und dichten Mattenlagen ausgeführt, Wandstärken von 1 bis 2 m sind verbreitet. Hammer und Zange kommen dort nur langsam voran. Wir arbeiten deshalb mit Seilsägen und Pulverisierern und planen einen höheren Stahlanteil in der Verwertung ein. Sondierbohrungen geben vorab Aufschluss über Lage und Menge.

Muss ein Bunker vollständig entfernt werden?

Nicht zwingend. In vielen Fällen wird bis etwa einen Meter unter das künftige Geländeniveau zurückgebaut und der Rest verfüllt, sofern die künftige Nutzung das erlaubt. Voraussetzung sind Nachweise zur Standsicherheit, zur Entwässerung und zur Hohlraumfreiheit. Die Zulässigkeit klärt die Bauaufsicht im Einzelfall.

Was ist bei Restinhalten in Silozellen zu beachten?

Vor dem Befahren wird die Zelle auf Sauerstoffgehalt, brennbare Stäube und Gase gemessen und freigemessen. Staubablagerungen aus Getreide oder Kohle sind explosionsfähig, deshalb gelten Zündquellenverbot und besondere Reinigungsverfahren. Wir räumen die Zellen vor dem Rückbau, lüften und sichern jeden Einstieg mit Rettungsmittel. Erst danach beginnt der bauliche Rückbau.

Wie wird der Sturzbereich bei hohen Bauwerken gesichert?

Der Sturzbereich wird nach Bauwerkshöhe und Arbeitsverfahren festgelegt und weiträumig abgesperrt, bei Bedarf mit Schutzwällen aus Bruchmaterial. Personal und Maschinen bleiben außerhalb, gesteuert wird aus der Kabine des Longfront-Baggers oder per Funk. Zusätzlich überwachen wir das Bauwerk auf Verformungen. Bei Wind über den festgelegten Grenzen werden die Arbeiten unterbrochen.

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