Entsorgung und Verwertung
Mineralische Massen werden vor Ort gebrochen und als RC-Baustoff nach Ersatzbaustoffverordnung verwertet, Stahlbau und Regalstahl gehen sortenrein in die Schrottverwertung. Sandwichpaneele werden nach Kernmaterial getrennt, PU-Schaum und Mineralwolle jeweils eigenständig entsorgt, Bitumenbahnen nach Analytik auf Teergehalt. Für gefährliche Abfälle läuft die Entsorgung über Entsorgungsnachweise nach NachwV, jede Fahrt wird gewogen.
Ablauf
Bei Hallen entscheidet die Logistik über die Bauzeit: Containerstellplätze, Brecherstandort und Abfahrtswege werden vor Beginn festgelegt, damit Abbruch und Abtransport parallel laufen. Bei angebauten Nachbarhallen planen wir Trennschnitt, Abdichtung der Trennwand und Standsicherheitsnachweis ein.
Sicherheit und Nachbarschaft
Die typischen Risiken sind Durchsturz durch Lichtbänder, Einsturz von Stahlrahmen und Staub beim Betonbruch. Wir sichern Dacharbeiten mit Bühne, Netz oder Laufwegen, halten Gefahrenbereiche frei und arbeiten aus dem Maschinenschutz heraus statt auf der Konstruktion. Alte Dachhäute und Wellplatten prüfen wir vorab auf Asbest und arbeiten bei Funden nach TRGS 519, Faserdämmstoffe nach TRGS 521.
Abgrenzung
Der Hallenrückbau betrifft Hülle, Tragwerk und Boden, nicht die Produktionstechnik darin, die zur Anlagen- und Maschinendemontage gehört. Die Aufbereitung des Untergrunds und der Altlasten läuft über das Flächenrecycling. Abgebrochen wird sprengungsfrei mit Schere, Zange und Hammer, bei großen Spannweiten aus dem gesicherten Bereich mit Longfront.