Entsorgung und Verwertung
Mineralische Massen werden gebrochen, klassiert und nach LAGA und Ersatzbaustoffverordnung als RC-Baustoff verwertet oder, bei Belastung, deklariert beseitigt. Metalle gehen sortenrein an Verwertungsanlagen, Kabel in die Aufbereitung, Elektroaltgeräte in die zertifizierte Behandlung. Öle, Kondensatoren, Leuchtmittel und kontaminierte Bauteile werden als gefährlicher Abfall mit Entsorgungsnachweis nach NachwV entsorgt, alle Fahrten gewogen und belegt.
Ablauf
Besonders ist die Reihenfolge: Wertstoffe müssen vor dem maschinellen Abbruch ausgebaut werden, sonst landen sie im Mischschutt. Die Behälter- und Wiegeorganisation planen wir daher zusammen mit der Abbruchfolge, damit jede Fraktion ihren Platz und ihren dokumentierten Weg hat.
Sicherheit und Nachbarschaft
Beim Umschlag von Schrott gelten Schnitt- und Quetschgefahren, deshalb arbeiten wir mit Sicherheitsschuhwerk, Schnittschutz und klaren Verkehrswegen zwischen Maschine und Container. Brennschneiden erfolgt mit Brandwache und Funkenschutz, bei verdächtigen Beschichtungen erst nach Prüfung auf Blei, PAK und Asbest gemäß TRGS 519 und TRGS 521. Brecher- und Umschlagbereiche werden staubtechnisch bewässert, Lärm- und Erschütterungsvorgaben nach DIN 4150 beachtet, Fußgängerbereiche nach DGUV getrennt geführt.
Abgrenzung
Die Wertstoffverwertung ist die Kehrseite des Rückbaus, kein eigener Abbruch: Sie greift bei Anlagendemontage, Hallenrückbau und Werksrückbau gleichzeitig. Vom Flächenrecycling unterscheidet sie sich dadurch, dass sie Materialströme betrachtet, nicht den Boden. Getrennt und zerlegt wird mechanisch und ohne Sprengarbeiten, mit Schere, Brecher und Greifer.