Abschnittsweiser Kühlturm-Rückbau mit Longfront
Naturzugkühltürme bauen wir ringweise von oben nach unten ab, mit Longfront-Bagger und Sortiergreifer aus dem gesicherten Außenbereich. Die Schale wird symmetrisch abgetragen, damit die Restkonstruktion in jeder Phase standsicher bleibt. Das Verfahren ist langsamer als ein Abbruch mit Sprengarbeiten, dafür planbar, erschütterungsarm und in bebauter Umgebung zulässig.
Kesselhaus-Rückbau von innen nach außen
Zuerst entfernen wir Kesselisolierung und Dämmstoffe, danach folgen Kessel, Rohrbündel und Tragroste, erst zuletzt die Gebäudehülle. KMF- und asbesthaltige Isolierungen werden nach TRGS 521 und TRGS 519 unter Abschottung ausgebaut. So bleibt die Halle bis zum Schluss als Einhausung nutzbar.
Kalt- und Brennschneiden im Stahlbau
Kesseltrommeln, Rohrbrücken und Stahlgerüste werden bevorzugt kalt getrennt, mit Hydraulikschere oder Sägetechnik. Brennschneiden setzen wir ein, wo Materialstärke oder Zugänglichkeit es erfordern, dann mit Brandwache, Freimessung der Atmosphäre und Funkenschutz. In Bereichen mit Restgasen wird nie ohne vorherige Messung geschnitten.
Umspannwerk- und Trafo-Rückbau
Schaltanlagen und Transformatoren werden erst nach schriftlicher Freischaltung und Erdung angefasst. Isolieröle lassen wir vorher fachgerecht absaugen und entsorgen, PCB-Verdacht wird analytisch geklärt. Danach folgen Kabelkanäle, Ölauffangwannen und die massiven Trafofundamente.
Erschütterungs- und Setzungsüberwachung
Bei Nachbarbebauung, Leitungen oder Gleisanlagen messen wir Erschütterungen nach DIN 4150 an festgelegten Messpunkten und dokumentieren die Werte. Werden Anhaltswerte erreicht, wechseln wir das Werkzeug oder die Abtragrichtung. Rissprotokolle vor und nach dem Rückbau sichern beide Seiten ab.