B&B GmbH Beton-Rückbau
Luftbild vom Silo-Abbruch mit Longfront-Bagger

Tank-, Silo- und Behälter-Rückbau in NRW

Wir bauen Tanklager, Hochsilos, Reaktoren und Rohrbrücken zurück, von der Reinigung über Entgasung bis zur Zerlegung. Sie erhalten dokumentierte Freigabemessungen und eine Entsorgung, die Restmedien getrennt vom Metall führt.

Tanks, Silos und Behälter sind erst dann Abbruchobjekte, wenn sie leer, gereinigt und freigemessen sind. Die B&B GmbH übernimmt diesen Ablauf in NRW komplett: Restentleerung, Reinigung, Entgasung, Freigabemessung und anschließende Zerlegung mit kaltem Schneiden oder Brennschneiden. Gearbeitet wird ohne Sprengarbeiten. Ihr Festpreis-Angebot erhalten Sie nach kostenloser Besichtigung innerhalb von 48 Stunden.

Typische Einsätze

  • Rückbau eines Tanklagers mit Auffangwannen und Rohrleitungen
  • Abbruch von Hochsilos aus Stahlbeton in Gleitbauweise
  • Zerlegung von Reaktoren und Druckbehältern in der Chemieanlage
  • Rückbau von Rohrbrücken und Medientrassen zwischen Anlagenteilen
  • Demontage von Heizöl- und Löschwassertanks unter Gelände

Technik im Einsatz

  • Saugfahrzeug und Hochdruckreiniger für Restmedien
  • Gasmesstechnik mit Datenaufzeichnung
  • Hydraulikschere und Säbelsäge für Kaltschnitte
  • Longfront-Bagger und Abbruchzange für Silos
  • Seilsäge mit Wasserführung für Betonwände
  • Mobilkran zum Absetzen von Behältersegmenten
Rückbau eines Silofundaments am Feldrand
Tank-, Silo- & Behälter-Rückbau – Arbeitsweise der B&B GmbH

Verfahren

Restentleerung und Reinigung

Restmedien, Schlämme und Ablagerungen werden abgesaugt und als Abfall getrennt erfasst, bevor jemand den Behälter betritt. Gereinigt wird mit Hochdruck oder Lösemittelverfahren, je nach Produkt. Erst nach Reinigung ist eine belastbare Messung der Atmosphäre möglich.

Entgasung und Freigabemessung nach TRGS 509/510

Behälter werden technisch belüftet oder inertisiert, bis die Atmosphäre dauerhaft unter den Grenzwerten liegt. Die Freigabemessung auf brennbare Gase, Sauerstoff und produktspezifische Stoffe wird protokolliert und bei längeren Arbeiten wiederholt. Der Umgang mit Lagerbehältern für entzündbare Flüssigkeiten folgt den TRGS 509 und 510, Heißarbeiten beginnen erst nach schriftlicher Freigabe.

Kaltschneiden statt offener Flamme

Wo Restproduktreste nicht sicher auszuschließen sind, trennen wir kalt: mit hydraulischer Schere, Säbelsäge, Bandsäge oder Wasserstrahl. Das vermeidet Zündquellen vollständig und ist im Tanklager oft der einzige zulässige Weg. Nachteil ist der höhere Zeitaufwand bei großen Wandstärken.

Brennschneiden mit Brandwache

Bei freigemessenen, produktfreien Behältern ist Brennschneiden schneller und sauber steuerbar. Dann gelten Schweißerlaubnis, Brandwache, Funkenschutz und Nachkontrolle. Zwischen Schnitten wird die Atmosphäre erneut gemessen, weil sich Gase aus Ablagerungen nachbilden können.

Silo-Rückbau in Ringen

Stahlbetonsilos bauen wir ringweise von oben ab, mit Longfront-Bagger, Seilsäge oder Abbruchzange auf Arbeitsbühne. Die Einlaufkonstruktion und der Trichter werden zuletzt entfernt, um die Lastabtragung nicht vorzeitig zu unterbrechen. Innenliegende Anbauteile kommen vorher heraus, damit sie nicht unkontrolliert abstürzen.

Entsorgung und Verwertung

Restmedien, Schlämme und Reinigungswässer werden als gefährlicher Abfall getrennt erfasst und über Entsorgungsnachweise nach NachwV entsorgt. Behälterstahl, Edelstahl und Armaturen gehen nach der Freigabemessung sortenrein in die Metallverwertung, Betonsilos werden gebrochen und als RC-Baustoff geführt. Kontaminierte Bauteile und ölbehaftete Isolierungen werden gesondert deklariert, alle Fahrten werden gewogen.

Ablauf

Der kritische Punkt liegt vor dem Abbruch: ohne dokumentierte Reinigung, Entgasung und Freigabemessung beginnt keine Zerlegung. Bei Erdtanks planen wir zusätzlich Baugrube, Auftriebssicherung und Bodenanalytik im Bereich der alten Wanne ein.

Sicherheit und Nachbarschaft

Arbeiten in Behältern sind Arbeiten in engen Räumen: Wir setzen Sicherungsposten, Rettungsausrüstung, Zwangsbelüftung und dauerhafte Gasmessung ein und halten die DGUV-Vorgaben für Befahren von Behältern ein. Absturzsicherung, Rettungskonzept aus der Höhe und Zugangssicherung sind Teil der Einweisung. Altbeschichtungen prüfen wir vorab auf Asbest, PAK und Bleigehalte und arbeiten bei Funden nach TRGS 519 beziehungsweise TRGS 521.

Abgrenzung

Anders als beim Hallen- oder Werksrückbau bestimmt hier die Medienlage den Ablauf, nicht die Statik. Kesselanlagen und Kühltürme gehören zum Kraftwerks- und Energieanlagen-Rückbau, Maschinen und Pressen zur Anlagen- und Maschinendemontage. Behälter und Silos werden sprengungsfrei zerlegt, in Segmenten mit Kran oder ringweise von oben.

Passt dazu

Kraftwerks- & Energieanlagen-Rückbau

Wir bauen Heizkraftwerke, Kesselhäuser, Kühltürme und Umspannwerke sprengungsfrei und abschnittsweise zurück. Sie bekommen kontrollierte Abbruchfolgen, überwachte Erschütterungen und eine Fläche, die für die Nachnutzung bereit ist.

Zur Leistung →

Anlagen- & Maschinendemontage

Wir demontieren Produktionsmaschinen, Pressen, Krananlagen und Förderbänder kontrolliert und dokumentiert. Sie entscheiden je Baugruppe, ob sie wiederverwendet, verkauft oder verwertet wird, und behalten die Halle nutzbar.

Zur Leistung →

Fragen zu Tank-, Silo- & Behälter-Rückbau

Muss ein Tank vor dem Abbruch gereinigt werden?

Ja, und zwar vollständig. Ohne Restentleerung und Reinigung lässt sich die Atmosphäre nicht belastbar freimessen, und jede Trennarbeit wäre eine Zündquelle im Gasraum. Wir saugen Restmedien und Schlämme ab, reinigen produktgerecht und dokumentieren das Ergebnis. Erst danach folgt die Entgasung und die Freigabe für die Zerlegung.

Was ist eine Freigabemessung?

Die Freigabemessung ist der protokollierte Nachweis, dass die Atmosphäre im Behälter unter den zulässigen Grenzwerten liegt, gemessen auf brennbare Gase, Sauerstoffgehalt und produktspezifische Stoffe. Sie wird vor dem Befahren und vor Heißarbeiten durchgeführt und bei längeren Arbeiten wiederholt. Grundlage sind die Regeln der TRGS 509 und 510 für Lageranlagen. Ohne dieses Protokoll gibt es bei uns keine Freigabe.

Wann wird kalt geschnitten, wann gebrannt?

Kalt wird geschnitten, wenn Restprodukt oder Ablagerungen nicht sicher auszuschließen sind oder die Umgebung Zündquellen verbietet. Brennschneiden setzen wir nur bei freigemessenen, produktfreien Bauteilen ein, dann mit Schweißerlaubnis und Brandwache. Die Entscheidung fällt auf Basis der Messwerte und der Gefährdungsbeurteilung, nicht nach Zeitdruck. Beide Verfahren halten wir mit eigener Technik vor.

Wie werden Erdtanks ausgebaut?

Erdtanks werden freigelegt, gereinigt, entgast und dann entweder im Ganzen gehoben oder in der Grube zerlegt. Wichtig sind Böschungssicherung, Auftriebssicherung bei hohem Grundwasser und Bodenproben im Bereich der alten Wanne. Zeigt die Analytik Belastungen, wird der Boden mit ausgehoben und deklariert entsorgt. Die Grube wird lagenweise verfüllt und verdichtet.

Können Silos mit Restinhalt zurückgebaut werden?

Restinhalte müssen vorher heraus, weil sie Lasten unkontrolliert verlagern und je nach Produkt Staubexplosionen begünstigen. Wir entleeren und reinigen den Silo erst, prüfen dann Restablagerungen an Wänden und Trichtern. Erst danach beginnt der ringweise Abbruch von oben. Bei staubenden Produkten wird zusätzlich befeuchtet und auf Zündquellen verzichtet.

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