Restentleerung und Reinigung
Restmedien, Schlämme und Ablagerungen werden abgesaugt und als Abfall getrennt erfasst, bevor jemand den Behälter betritt. Gereinigt wird mit Hochdruck oder Lösemittelverfahren, je nach Produkt. Erst nach Reinigung ist eine belastbare Messung der Atmosphäre möglich.
Entgasung und Freigabemessung nach TRGS 509/510
Behälter werden technisch belüftet oder inertisiert, bis die Atmosphäre dauerhaft unter den Grenzwerten liegt. Die Freigabemessung auf brennbare Gase, Sauerstoff und produktspezifische Stoffe wird protokolliert und bei längeren Arbeiten wiederholt. Der Umgang mit Lagerbehältern für entzündbare Flüssigkeiten folgt den TRGS 509 und 510, Heißarbeiten beginnen erst nach schriftlicher Freigabe.
Kaltschneiden statt offener Flamme
Wo Restproduktreste nicht sicher auszuschließen sind, trennen wir kalt: mit hydraulischer Schere, Säbelsäge, Bandsäge oder Wasserstrahl. Das vermeidet Zündquellen vollständig und ist im Tanklager oft der einzige zulässige Weg. Nachteil ist der höhere Zeitaufwand bei großen Wandstärken.
Brennschneiden mit Brandwache
Bei freigemessenen, produktfreien Behältern ist Brennschneiden schneller und sauber steuerbar. Dann gelten Schweißerlaubnis, Brandwache, Funkenschutz und Nachkontrolle. Zwischen Schnitten wird die Atmosphäre erneut gemessen, weil sich Gase aus Ablagerungen nachbilden können.
Silo-Rückbau in Ringen
Stahlbetonsilos bauen wir ringweise von oben ab, mit Longfront-Bagger, Seilsäge oder Abbruchzange auf Arbeitsbühne. Die Einlaufkonstruktion und der Trichter werden zuletzt entfernt, um die Lastabtragung nicht vorzeitig zu unterbrechen. Innenliegende Anbauteile kommen vorher heraus, damit sie nicht unkontrolliert abstürzen.