Räumung von Fundamenten und Leitungsresten
Nach dem Abbruch bleiben Streifenfundamente, Bodenplatten, Schächte, Hausanschlussleitungen und Drainagen im Boden, die im Aushub stören. Wir suchen sie über Bestandspläne und Sondierung, brechen sie aus und dokumentieren die Fundstellen. Unbekannte Leitungen werden erst nach Rückfrage beim Netzbetreiber angefasst.
Baugrubenaushub mit Böschung oder Verbau
Der Aushub erfolgt in Lagen mit geböschten Wänden nach DIN 4124, wo der Platz dafür fehlt, planen wir Trägerbohlwand, Spundwand oder Berliner Verbau mit einem Fachpartner. Die Böschungsneigung richtet sich nach Bodenart und Wassergehalt. Arbeitsraum, Anfahrbarkeit und Baustraße werden gemeinsam mit dem Aushub geplant.
Bodenmanagement und Trennung der Böden
Wir trennen Oberboden, unbelasteten Aushub und Verdachtsmaterial und lagern sie getrennt, damit einbaufähiges Material nicht zum Abfall wird. Die Einstufung erfolgt nach Analytik gemäß Ersatzbaustoffverordnung und Bundes-Bodenschutzverordnung. Überschussmassen werden erst nach Deklaration abgefahren, damit der Entsorgungsweg zulässig bleibt.
Lagenweise Verfüllung und Verdichtung
Kellergruben und Arbeitsräume verfüllen wir mit geeignetem RC-Material oder Boden in Lagen von 30 bis 50 cm und verdichten mit Walzenzug oder Grabenwalze. Der Erfolg wird über Plattendruckversuch oder Proctor-Nachweis belegt, wenn der Neubau darauf gründet. Bindige, nasse Böden lassen sich nicht sinnvoll verdichten und werden ausgetauscht.
Baustraße, Kranstellfläche und Entwässerung
Für den Hochbau stellen wir eine tragfähige Baustraße aus RC-Schotter mit Geotextil her und legen Kranstellflächen nach Vorgabe des Krangutachtens an. Gleichzeitig planen wir Oberflächenwasserführung, Mulden und Pumpensümpfe, damit die Grube nicht absäuft. Ohne funktionierende Entwässerung ist jede Tragfähigkeit nur vorübergehend.