Gefahrenbeurteilung und Notsicherung
Zuerst wird mit dem Statiker geprüft, welche Bauteile noch tragen und welche Bereiche nicht betreten werden dürfen, daraus entstehen Sperrbereich und Sicherungskonzept. Erste Maßnahmen sind Abstützungen, Absperrungen, Entfernen absturzgefährdeter Teile und das Verwahren offener Bauteile. Betreten wird erst nach schriftlicher Freigabe.
Rückbau ohne Personen im Gefahrenbereich
Labile Bauteile werden mit Longfront-Bagger oder ferngesteuertem Abbruchroboter aus sicherer Entfernung abgetragen, niemand arbeitet unter geschädigter Struktur. Kamerasysteme und Einweiser aus geschützter Position steuern den Eingriff. Wo die Struktur nicht beurteilbar ist, wird von außen nach innen zurückgebaut.
Teilabbruch geschädigter Bereiche
Brandgeschädigter Beton wird bis in tragfähige Schichten abgetragen, verformter Stahl und verkohltes Holz werden entfernt, die Schnittstelle zum Bestand wird mit Sägetechnik saubergeschnitten. Der Umfang ergibt sich aus der Bauteilprüfung des Statikers und dem Gutachten der Versicherung. Erhaltbare Bauteile bleiben stehen, was Sanierungskosten senkt.
Räumung und Trennung von Brandschutt
Brandschutt ist ein Gemisch aus Beton, Holz, Kunststoff, Dämmstoff und Ruß und wird beim Räumen so weit möglich getrennt. Löschwasserreste und Brandrückstände können PAK, Dioxine und Schwermetalle enthalten und werden nach Analytik eingestuft. Ohne Deklaration nimmt keine Anlage diese Massen an.
Wetterschutz und Zwischensicherung
Offene Dächer und Fassaden werden mit Planen, Notdeckungen und Einhausungen geschlossen, damit keine weiteren Wasserschäden entstehen. Bei längeren Standzeiten sichern wir das Objekt gegen Zutritt und kontrollieren die Sicherungen regelmäßig. Diese Maßnahmen erhalten die noch sanierbare Substanz.