Selektiver Rückbau des Innenausbaus
Trennwände, abgehängte Decken, Türen, Bodenbeläge und Installationen werden in festgelegter Reihenfolge ausgebaut und direkt in getrennte Behälter sortiert. Der Trennaufwand vor Ort zahlt sich aus, weil Gips, Holz, Metall und Restabfall sonst als teures Gemisch gelten. Handarbeit dominiert dort, wo Bausubstanz unbeschädigt bleiben muss.
Estrich- und Belagsabtrag mit Kleingerät
Estriche werden mit Stemmhammer, Abbruchroboter oder Bodenfräse abgetragen, Klebstoffreste je nach Befund geschliffen oder chemisch entfernt. Alte Kleber und Bitumenschichten können PAK oder Asbest enthalten und werden erst nach Analyse bearbeitet. Ohne diesen Vorlauf droht eine unkontrollierte Freisetzung im ganzen Gebäude.
Teilabbruch mit statischer Sicherung
Vor dem Entfernen tragender Bauteile setzen wir nach Vorgabe des Statikers Abfangungen, Stützen und Unterzüge und arbeiten erst dann in kleinen Abschnitten. Sägeschnitte statt Hammer halten die Erschütterung fern von der verbleibenden Struktur. Der zulässige Eingriff ergibt sich allein aus der geprüften Statik, nicht aus der Geräteleistung.
Abbruchroboter im Gebäudeinneren
Ferngesteuerte Abbruchroboter arbeiten mit Hammer, Schere oder Sortiergreifer in Räumen, in die kein Bagger passt, und halten den Bediener aus dem Gefahrenbereich. Elektrischer Antrieb vermeidet Abgase in geschlossenen Geschossen. Die Leistung ist geringer als bei einem Bagger, dafür ist der Eingriff sehr genau steuerbar.
Wandsägen und Kernbohren für Durchbrüche
Für Tür-, Fenster- und Schachtöffnungen setzen wir Wandsäge und Kernbohrgerät ein, die Schnittkanten sind maßhaltig und die Umgebung bleibt erschütterungsarm. Das Verfahren arbeitet nass, deshalb planen wir Wasserfassung und Schlammabsaugung mit ein. Für große Öffnungen kombinieren wir Sägeschnitte mit vorheriger Abfangung.