Freischalten und Entleeren der Anlagen
Vor jedem Eingriff werden Anlagen freigeschaltet, gegen Wiedereinschalten gesichert, entleert und drucklos gemacht, der Zustand wird dokumentiert. Heizkreise, Gasleitungen und Druckbehälter bergen sonst erhebliche Gefahren. Erst nach der schriftlichen Freigabe beginnt die eigentliche Demontage.
Rückbau von Heizung, Lüftung und Sanitär
Kessel, Speicher, Pumpen, Kanäle und Rohrnetze werden in transportfähige Abschnitte zerlegt, Kupfer, Stahl, Guss und Aluminium getrennt gesammelt. Rohrisolierungen können Asbest oder alte Mineralwolle enthalten und werden vorher beprobt. Fett- und Ölreste aus Aggregaten fassen wir auf und entsorgen sie getrennt.
Demontage von Stahlbau und Krananlagen
Kranbahnen, Bühnen und Stahlkonstruktionen werden nach Prüfung der Lastabtragung abschnittsweise mit Hebezeug abgefangen und getrennt, häufig mit Brennschnitt und Brandwache. Die Reihenfolge folgt dem Aussteifungssystem, damit kein Teil labil zurückbleibt. Alte Korrosionsschutzanstriche können Blei oder PCB enthalten und verlangen zusätzliche Schutzmaßnahmen.
Rückbau von Aufzugsanlagen
Aufzüge werden gesichert, die Kabine festgelegt, Seile und Gegengewichte kontrolliert entlastet und Triebwerk, Führungsschienen und Schachttüren demontiert. Hydrauliköl aus Pressen wird abgelassen und als gefährlicher Abfall entsorgt. Der Schacht bleibt bis zum Abschluss gegen Absturz gesichert und die Öffnungen werden geschlossen.
Demontage von Produktionstechnik und Silos
Maschinen, Fördertechnik und Silos werden entleert, gereinigt und zerlegt, wobei Reststoffe und Stäube je nach Inhalt eigene Entsorgungswege haben. Silos und Behälter gelten als enge Räume und werden nur mit Befahrerlaubnis, Freimessung der Atmosphäre und Sicherungsposten betreten. Gasgefahr und Explosionsschutz bestimmen hier den Ablauf.